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Die Chronik von Kasdorf
Anekdote: Der Nonnenberg
Anekdote: Der Kasdorfer Goldregen
(Quelle jeweils: "Wo die Loreley dem Lahnteufel winkt", Kult-Ur-Institut
e.V.)
Mord an Förster Frohwein im Kasdorfer
Wald um 1919 (Quelle: "Bogeler Dorfchronik")
Für nähere Informationen zum
Kasdorfer Wappen bitte das Wappen anklicken
Die Geschichte von Kasdorf reicht bis
in das Jahr 1263 zurück. Zu diesem Zeitpunkt wurde das damalige "Chastraffa"
erstmals urkundlich erwähnt. Bis heute wechselten Namen und
Schreibweise von Chastraffa über Castdorf hin zu Casdorf. Erst seit 1937
hat der heutige Namen seine Gültigkeit.
Bleibt die Frage, wie der ursprüngliche
Name zustande kommt. Hier gibt es verschiedene Ansätze:
"Chastraffa" bedeutet soviel wie "Mit
Gesträuch bewachsener
Bachlauf", "Chasto" (althochdeutsch) bezeichnete
einen "Fruchtspeicher". Aber auch "Chazo", nach heutiger Übersetzung ein
bestimmter "Gemarkungsteil" und zuletzt das keltische "Casnus", die
heutige Eiche, können als Ursprung für den Gemeindenamen stehen.
Heinrich Keiper auf dem heutigen Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus
Chastraffa (affa= Wasser/Sumpf) gilt
wohl aber als wahrscheinlichster Ursprung, zumal die Gemeinde in der
Umgebung auch als "Kastroff" bezeichnet wurde. Hier wiederum spiegelt
sich der alte Flurname "Vis Castroff" wieder.
Im Jahr 1263 dürfte die damalige
Siedlung noch nicht lange bestanden haben. Hervor gegangen ist sie aus
einem Einzelhof "In dem Hofgarten".
Die Lage des Dorfes war im Gebiet der
ehemaligen Arnsteiner Grafen. Ab 1160 gehörte die Siedlung zur
hessischen Niedergrafschaft Katzenelnbogen. Im 19. Jahrhundert
unterstand Kasdorf der französischen Verwaltung mit dem Amtssitz in
Langenschwalbach.
Aufgrund eines Separatartikels zum Wiener Vertrag
zwischen Preußen und Nassau erfolgte am 31.05.1815 die Übergabe an das
Herzogtum Nassau. Die Kreisordnung für die Provinz Nassau vom 07. Juni
1885 beseitigte die alten nassauischen Ämter. Seither gehörte die
Gemeinde zum Kreis St. Goarshausen, dem späteren Loreleykreis und
heutigem Rhein-Lahn-Kreis.
Nach der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform
wurde 1972 die Verbandsgemeinde Nastätten gegründet, zu der auch Kasdorf
gehört.
Die Kasdorfer Bürgermeister
Der erste Ortsbürgermeister von Kasdorf
wurde 1892 Philipp Bonn. Er war zugleich auch der Bürgermeister mit der
längsten Amtszeit. Erst im Jahr 1933 wurde er von Adolf Bonn abgelöst.
Dann folgten 1945 mit Ende des 2. Weltkriegs Albert Bonn und 1973
Herbert Dümmler.
Von 1982 bis 2001 lenkte Willi Plies
als Bürgermeister das Geschehen in Kasdorf. 2001 wurde dann, nach dem
Rücktritt von Willi Plies, Klaus Wagner zum Ortsbürgermeister gewählt
und 2004 sowie 2009 im Amt bestätigt.
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